Lange war ich unterwegs gewesen, immer wieder hatte ich Pausen eingelegt und dabei die Bilder der unglücklichen angesehen, die ich suchen und töten sollte. Diesmal führte mein sein Weg nach Areiyon, einer Halbinsel im Nirgendwo, abgelegen, idyllisch – sagte man mir. Nun denn, eigentlich war es einerlei. Alles was zählt ist, wie schnell ich diejenigen finden würde und wen ich als nächstes jagen sollte.

Der Weg erwies sich diesmal steiniger als sonst, tiefe und dichte Wälder galt es zu durchqueren, bis ich endlich vor der Meeresmündung stand, die Areiyon vom Festland trennte. Man konnte leicht durch das flache Wasser hinüber waten, zumindest, solange die Ebbe den Wasserspiegel niedrig hielt. Ich atmete die herrlich frische, salzige Meeresbrise ein. Ja es gab Orte die selbst mir noch in Erinnerung bleiben würden, ob ihrer Schönheit und Einzigartigkeit. Und man hatte nicht übertrieben. Schon hier, vom anderen Ufer aus, konnte ich das tiefe Blattgrün sehen, den dichten Wald erahnen, der sicher genug an Nahrung bieten würde.

Aber ich war nicht hier um Urlaub zu machen oder mich gar zu entspannen, im Gegenteil. Ich wand meine Blicke ab von der Insel, nahm noch einen tiefen Atemzug bevor mich mein Weg ein Stück weiter zurück ins Festland führte, ich muss meine Waffen vorerst verstecken. Es würde keinen guten Eindruck hinterlassen, mit Langbogen und Handarmbrust eine neue Stadt zu betreten. Aber sobald ich meine Zielobjekte gefunden habe werde ich zurückkehren, nun hieß es erst Mal beobachten, erforschen, sich gedulden….