Varosh war nicht gerade dafür bekannt, allzu freigiebig mit Informationen seiner Person betreffend zu sein. Das hatte definitiv auch gute Gründe. Er hatte sich schon vor geraumer Zeit in Phenix niedergelassen, hatte mit eindrucksvoll, angeberischer Teufelsmanier gezeigt, dass er hier war. Hat mit den Gefühlen der Anwohner gespielt und ihnen die Lust in die Lenden getrieben.

Sein Spiel war eines das er perfekt beherrschte und er liebte es. Er liebte es, die irdischen Wesen halb um den Verstand zu bringen, sie zu benutzen wie Schachfiguren und sie dabei im Glauben zu lassen, dass sie freie Wesen waren mit einem eigenen Willen. Oh wie töricht von ihnen, zu denken dass einer wie er ihnen auch nur ein Stück Freiheit gönnen würde, wenn er es nicht wollte.

Doch er hatte auch noch andere Gebiete, er hatte noch andere Stadtteile Capadonias und neben dieser auch andere Städte, in welche er die ’seinen‘ verstreut hat. Und so war er auch oft Wochenlang unterwegs.

An Phenix hatte er einen Narren gefressen, wo sollte sich ein jemand wie er auch wohler fühlen als hier, hier wo es kaum etwas gab, dass es nicht gab. Wo Zügellosigkeit in allen Bereichen an der Tagesordnung stand, weil es schlichtweg nichts gab, das dies unterbinden würde. Und ja, er liebte Phenix, der Stadtteil war sein Spielplatz und die Bewohner sein Spielzeug.

Eines davon hatte er sich die Tage auch genommen. Er hatte dem Jungspund den Mund wässrig gemacht mit seiner charmant gefährlichen Art. Einmal hatte dieser ihn abgewiesen, sich erlaubt einen Sentinel zu rufen… diesmal war es an der Zeit, es ihm heim zu zahlen. Und Varosh kostete es aus, jede Minute der süßen Qual die er diesem bescherte, wie ein Schluck nach dem anderen eines teuren Scotchs.

Neugierig war er, der junge Mann, wissen wollte er, was an Macht und Hingabe das Besondere war, was es einem ‚brachte‘ sich gänzlich in die Hand eines anderen zu legen und auf dessen ‚Wohlwollen‘ angewiesen zu sein. Die Neugierde stillte der Incubus dem Grünschnabel doch nur all zu gerne.

 

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Nacherzählung aus der Sicht des Incubus frei nach dem RP mit Savuriel als Lex auf Secondlife, The Dawn – Dark Urban Fantasy

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